Typologische Wandmalereien

des hohen Mittelalters im Rheinland

Als Typologie bezeichnet man eine bestimmte, theologisch hoch problematische, Gegenüberstellung von Motiven des Alten und Neuen Testamentes. „Erfülltes“ steht den „Verheißung“ der älteren Schriften gegenüber. Wie der Menschensohn am dritten Tage vom Tod erstand, so sprang einst der Prophet Jona aus dem Maul des Wals. Der einzigartige typologische Gemäldezyklus des Rheinlandes in St. Maria in Lyskirchen in Köln (um 1250) wird dem 100 Jahre älteren, auf die Mysterien Christi bezogenen Zyklus in der Doppelkirche in Schwarzrheindorf gegenübergestellt. Die darin enthaltenen Bildaussagen sind in der Chorausmalung von St. Gereon in Köln kon- kretisiert. Die Ausmalung der Apsis in der Basilika Knechtsteden kann als pointierteste Zusammenfassung aller vorgenannten Zyklen gelesen werden.

Dokumente/Informationen:
EStA-Programm_2019-1f-1_03.pdf740 K
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